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Letzte Änderung: 23.01.05 |
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| Abenteuer Internet | |
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von unserer langjährigen |
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Einführung Damit Sie meine Art von Abenteuer besser verstehen, möchte ich mich selbst ein wenig vorstellen, mich und meine Sicht der Dinge: Das geht schon los mit dem Anstoß, weshalb überhaupt ins Internet? Es war reine Neugier! |
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Zukunftsfragen Da mein Leben nach 77 Jahren langsam zu Ende geht, interessiert mich am meisten die Zukunft, die ich nicht mehr erleben werde. Weshalb ich auf vielen Gebieten lieber neueste Entwicklungen beobachte, als alte Gedanken neu rumzudrehen. (Moderne Kunst, moderne Musik, neue Erkenntnisse in Naturwissenschaften und vor allem Philosophie) Dass ich genau dabei erkennen musste, dass alles, aber auch alles "Alte" in jedem neuen Schritt enthalten ist, sei für die angemerkt, die vielleicht entrüstet sind über meinen Fortschrittsfimmel... |
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Familienbande Da waren dann natürlich auch die Berichte meiner beiden Söhne über das neue Medium Computer. Der eine ist "Amerikaner" geworden und hat von Anfang an mitbekommen und sicher auch profitiert von der Arbeit am Computer, die an allen amerikanischen Universitäten kostenlos ermöglicht wurde. Ihm blieb dann halt nichts anderes übrig, als seine Arbeiten und seine Briefe auszudrucken, um sie per "Dampfpost" seiner Mutter in Deutschland zu übermitteln. Der andere Sohn lebt hier in Süddeutschland und hat sich schon längst mit den Unzulänglichkeiten des Computers abgefunden. Höchste Zeit also, selbst mal alles auszuprobieren. |
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Im Computertreff Da kam die Kunde von den bayrischen Bürgernetzen und deren verbilligten Möglichkeiten auch nach Wangen (Wangen gehört zu Baden-Württemberg!). Und mit Herrn Luther vom SeniorNet Westallgäu einer, der sich zusammen mit der VHS Wangen darum gekümmert hat, dass das Bürgerforum Wangen einen wunderbaren Schulungsraum mit 10 Computer-Plätzen zu unserer Nutzung eingerichtet bekommen hat. Da gab's natürlich kein Halten mehr, zumal Herr Luther das "Freie Surfen" mit Rat und Tat unterstützt hat. |
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Susanne Scheiffele und Martin Luther (vorne Mitte) mit anderen TeilnehmerInnen im Computertreff Wangen |
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Der eigene PC Er hat es dann auch kaum erwarten können, bis ich mir meinen eigenen PC angeschafft habe. Damit wollte ich immerhin noch bis nach der Jahrtausendwende warten, um alle eventuellen Schwierigkeiten, die aus diesem Anlass erwartet wurden, zu umgehen. Erinnern Sie sich noch an die damalige Unsicherheit um nicht zu sagen Panikmache? Februar 2000 war's dann so weit: Die Maschine stand in meinem Wohnzimmer. Und so klein dies Wohnzimmer auch ist, sie steht nicht unharmonisch im Raum. Ich hatte mir vorher aufmerksam verschiedene Möglichkeiten bei Freunden und Bekannten angeguckt. Durch die vorangegangenen Treffen war ich ja nun nicht mehr ganz unbedarft in diesem Metier - so dachte ich. Weit gefehlt! Ich erinnere mich noch gut, wie lieb der ältere Sohn mir die erste E-Mail von meinem Computer losgeschickt hat und mir auch gleich demonstriert hat, dass man sie sofort in "Gesendete Objekte" wiederfinden kann... |
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Schrecksekunden Da mein Händler sowohl das E-Mail - Programm "Outlook" sehr schön installiert hatte und beim Zugang zum Internet gleich schon den Internetauftritt des Seniorennetz Allgäu installiert hatte, fand ich mich relativ leicht mit dem E-Mail Versenden und Empfangen und mit dem Surfen im Internet zurecht. Nicht lange danach ein erster Schreck, als ich nämlich den PC einige Minuten unbeaufsichtigt gelassen hab und der Bildschirm auf einmal dunkel war. Noch heut muß ich lachen, wenn ich dran denke, wie ich vergeblich versucht habe, den Computer wieder zum Laufen zu bringen. Erst eine liebe Freundin hat mich dann am Telefon aufgeklärt. Woher sollte ich den Mechanismus des Bildschirmschoners kennen? Blieben wir doch immer am Bildschirm am Arbeiten, wenn er eingeschaltet war, und so gab es auch keinen Anlaß, uns dies Phänomen zu erklären. |
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Hilfe!? Aber wehe, wenn ich bei anderen Gelegenheiten von irgendjemanden Hilfe erbeten hab! " Das geht doch ganz leicht" bekam ich gleich Antwort und zackzackzack erschien das Gefragte auf meinem Bildschirm - und ich stand da und wusste nicht, wie mir geschah bzw., wie das zustande kam. Das hatte zwei fatale Folgen: Erstens dachte ich, ich bin blöd und zweitens hat sich bei mir die Meinung festgesetzt, dass man nur ja schnell arbeiten muß, um ein Ergebnis zu bekommen. Heute weiß ich es besser, wie Sie wahrscheinlich alle auch: Es hilft alles nichts, man muß sorgfältig alles lesen, was angeboten wird und dann merkt man, dass sogar meist das, was man als Nächstes tun muß, in einem Fenster erläutert wird. Eine große Versuchung hält die Arbeit am Computer bereit: Die unendlichen Möglichkeiten entführen ganz schnell auf Wege, die gar nicht eingeplant waren. Und dann verzettelt man sich zu leicht und man landet zum Beispiel ganz schnell in der Geschichte eines exotischen Landes, wenn man nur mal schnell nachsehen wollte, wann eine Veranstaltung in der eigenen Stadt beginnen soll. Aber das ist natürlich auch das Faszinierende dran! |
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Dazulernen Mit dem Dazulernen hatte und hab ich immer noch meine Probleme: Noch jeder Lehrgang war für meine Kapazität viel, viel zu überladen, es war immer zu wenig Zeit, zu üben, um sich die einzelnen Schritte einzuprägen. Was sicher mit dem Alter nicht besser wird. Und für das Lernen aus Büchern, die es ja in jeder Menge gibt, ist man durch die Arbeit am Computer einfach verdorben: es ist viel zu langweilig! Oder muß ich sagen: es ist mir zu langweilig? Inzwischen hab ich gelernt, alles was mir wichtig erscheint, auch auszudrucken. Sowohl eigene Versuche mit schönen Texten als auch interessante Webseiten oder schöne oder wichtige E-mails, die ich bekommen habe. Seit es die Möglichkeit gibt, die eigenen Fotos beim Entwickeln auch auf CDs zu kopieren, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Archivierung und des Versendens. Aber à propos Archivieren: mit Dateien hab ich immer noch große Schwierigkeiten, und dazu entdecke ich immer neue Dateien, von denen ich nicht mal weiß, was sie bedeuten, geschweige denn, wozu sie gut sein sollen! Und nun Scannen, Formatieren (z.B. Visitenkarten!) uff, wie wird das alles enden? Aber das ist es ja gerade, was mich so reizt: Langeweile kommt gewiß nicht auf! |
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Lernhürden Indem ich diese Zeilen niedergeschrieben habe, sind mir meine eigenen Fehler erst so richtig ins Bewusstsein gerückt. Es ist hauptsächlich meine eigene Unbeständigkeit, die mich am eigentlichen Lernen immer wieder hindern. Will ich zum Beispiel an einem Abend ausprobieren, wie man ein Foto ausschneidet und den Ausschnitt dann in eine E-Mail bringen kann zum Versenden, stoße ich unvermutet auf die Möglichkeit, Hintergründe zu verändern, dann sind meine ganzen guten Vorsätze dahin. Aber am Ende vergesse ich dann beides. Man sollte in meinem Alter halt schon bei einer Sache bleiben. Manchmal packt mich auch der Ehrgeiz, etwas ganz genau zu wissen, und ich knoble stundenlang vergeblich rum - um anderntags beim Nachfragen zu erfahren, dass das einfach gar nicht geht, zum Beispiel ein Bild in einer bestimmten Datei weiterzuverarbeiten. Merke: auch ein Computer kann nicht alles. |
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Andere Interessen & Linkhinweis |
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Es gibt auch noch andere Hobbies - zum Beispiel das
Malen. Ein von der Autorin gemaltes Aquarell des Weberzunfthauses
Wangen, in dem sich die Räume des Computertreffs befinden. Weitere
Bilder und Berichte zum Computertreff im Weberzunfthaus Wangen finden
Sie auf dieser Webseite: |
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| Copyright by Martin
Luther vom SeniorNet im Bürgernetz Allgäu e.V. am Mittwoch, den 16. September 2002, geändert am 23.01.05 16:32 |
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| Wir hatten seit
18. Sept. 2002 |
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