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Letzte Änderung: 21.05.02 |
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Segeln gehört zu meinen Lieblingssportarten. Am Bodensee habe ich seit vielen Jahren ein Segelboot. Auch unternehme ich immer wieder Segelreisen im Mittelmeerraum. Hier will ich über meinen Törn Athen-Rhodos berichten. Ablauf vor dem Törn in Kurzform: Mannschaft suchen, Boot in Deutschland auswählen, Verchartererfirma schließt Vertrag mit Bootsvermietung am Meer, einstimmen der Mannschaft auf die Fahrt. Das Seegebiet der Ägäis gilt als sehr windreich. Im Sommer gibt es häufig tagelang stürmisches Wetter. |
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![]() Bild 1 |
![]() Bild 2 |
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Stationen der Reise: Ankunft an der Marina in Piräus. Unser Schiff ist eine etwa 12 m lange Sun - Odyssey (Bootstyp) (Bild 2) Die Mannschaft bestand aus fünf Personen, alles erfahrene Seeleute. Aus Sicherheitsgründen habe ich so entschieden, da in diesem Seegebiet ständig mit Unwetter und Stürmen zu rechnen ist. Nach einem Besuch der Akropolis in Athen fuhren wir am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind aufs offene Meer. Nach etwa 4 Stunden wurde der Wind kräftiger und wir segelten mit ca. 6 Windstärken zur Insel Kea. Am nächsten Morgen ging es mit gleicher Windstärke zur Insel Mykonos. |
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![]() Bild 3 |
![]() Bild 4 |
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Auf der Insel Mykonos kamen Wolken auf und wir mussten mit einem Gewitter rechnen. Aber wir waren im sicheren Hafen. Am Abend rief ich meine Tochter in Augsburg an. Sie hatte in den Nachrichten gehört, dass im Seegebiet von Athen ein schweres Unwetter niedergegangen sei. Wieder mal Glück gehabt. Am nächsten Morgen unternahmen wir einen Bummel durch die Straßen von Mykonos. Die Sonne schien und wir konnten die ganze Farbenpracht der Insel bewundern (Bilder 3 und 4). Unser nächstes Ziel war die Insel Naxos. |
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![]() Bild 5 |
![]() Bild 6 |
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Ein paar Kilometer vor der Insel überraschte uns ein Gewitter (siehe Bild 5). Aber auch das ging vorüber. Auf der Insel erfuhren wir, dass nachts der Starkwind, genannt Meltemi, aufkommen würde. Da im Hafen kein Platz für uns mehr zur Verfügung stand, mussten wir im größeren Vorhafen ankern. Wir sicherten das Boot entsprechend. Am Morgen blies der Wind kräftig und weiter ging es zu einer einsamen Felseninsel. Im Bild rechts (Bild 6) der Innenraum der Yacht. Im Boot gibt es kaltes und warmes Wasser, eine zweiflammige Kochstelle, zwei Spülbecken, einen Kühlschrank, ein WC, einen Kartentisch, dazu Navigationselektronik und 6 Kojen. Auf der Felseninsel ankerten wir in einer Bucht. Andere Schiffe waren nicht vorhanden. Da der Ankergrund schlecht war und der Wind immer stärker wurde, musste Ankerwache geschoben werden. Die Nachtwachen wurden verlost und die restlichen Crewmitglieder gingen voll angezogen schlafen. Als ich die dritte Wache übernahm, heulte der Wind fast mit Sturmstärke. Links und rechts ragten die Felswände gespenstisch aus dem Wasser und dunkle Wolkenfetzen fegten über die Bucht. In dieser Nacht schwor ich nie mehr ein Boot zu chartern. Aber kurze Zeit später war wieder alles vergessen und ich brach den Schwur. Ein Boot unter den Füßen, weites blaues Meer, guten Wind und herrliches Wetter, nein so etwas gibt man nicht auf. Einen kurzen Aufenthalt hatten wir dann auf der Insel Amorgos. Wir besichtigten dort ein Kloster, das fast wie ein Schwalbennest an einer Felswand hing. |
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![]() Bild 7 |
![]() Bild 8 |
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Auch am nächsten Tag hatten wir wieder stürmisches Wetter. Wir fuhren wieder ohne Großsegel und stark verkleinertem Vorsegel (Bild 7). Am späten Nachmittag gingen wir dann auf der Insel Levitha an Land. Ein Ehepaar mit Schaf- und Ziegenherden waren die einzigen Bewohner. Wir erlebten einen herrlichen Sonnenuntergang und die ganze Einsamkeit der Insel, einfach wunderbar. Einen Badestop unternahmen wir in einer Bucht (Bild 8). Ein einsamer Ort, der auch zum Übernachten einlud. |
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![]() Bild 9 |
![]() Bild 10 |
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Unsere nächsten Ziele waren die Inseln Kalymnos und Nissiros. Auf Kalymnos blieben wir zwei Tage. Auf Nissiros besuchten wir einen erloschenen Vulkankrater. Am Abend konnten wir wieder einen traumhaften Sonnenuntergang (Bild 9) mit griechischem Wein in einem gemütlichen Lokal genießen. Am nächsten Morgen wurde der Wind immer schwächer und wir segelten gemächlich zur Insel Simi. Ein kleiner Hafen mit viel Tourismus und etlichen Läden und Lokalen ließ uns am Abend lange nicht einschlafen. Mit dem Motorenlärm einer Fähre wurden wir am nächsten Morgen geweckt. Nach dem Frühstück wurden die Segel zur letzten Fahrt gesetzt. Am späten Nachmittag legten wir im Hafen von Rhodos (Bild 10) problemlos an. Drei Tage verbrachten wir noch auf der Insel Rhodos, besuchten die Burg in Lindos, durchstreiften die interessante Altstadt und badeten mehrmals im herrlich warmen Meer. Ein Stück Metall vom Koloss von Rhodos konnten wir nicht finden. |
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Es war wieder ein schöner Törn. Vergessen war der Stress; es
war wieder ein Abenteuer und alle gelobten:
Wir segeln wieder! |
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| Copyright by Helmut
Gebhard vom SeniorNet im Bürgernetz Allgäu e.V. am Sonntag, den 5. Mai 2002, geändert am 21.05.02 16:26 |
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| Wir hatten seit 7. Mai
2002 |
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